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Porzellan, auch weißes Gold genannt ist, was die Herstellungsverfahren betrifft eins der am besten gehüteten Geheimnisse der Erde. Zwar kennt man die Bestandteile, auf die im Folgenden noch nähe eingegangen wird, doch gerade die Brenndauer z.B. wird nirgendwo preisgegeben. Im weitesten Sinne gehört das Endprodukt zu dem Bereich der Keramik, genauer gesagt der Feinkeramik. Seine Bestandteile sind Kaolin, Feldspat und Quarz, die durch Brennen in andere Zustände gebracht werden, bevor das Endprodukt fertig ist. Dann findet s mit oder ohne Glasur Verwendung als Alltagsgegenstand, für technische Zwecke (z.B. Porzellandichtungen in Wasserhähnen, Dentalporzellan) und als Kunstobjekt. Gerade bei der Verwendung im Alltag wird Porzellan auch von Hand oder maschinell bemalt oder eingefärbt.
Je nachdem mit welcher Brenndauer die Masse behandelt wurde und in Abhängigkeit der Anteile der o.g. Bestandteile, wie auch der Beifügung von Knochenmehl, unterscheidet man zwischen Hartporzellan und Weichporzellan. Letztlich tragen auch die unterschiedlichen Herstellungsregionen mit zum Geheimnis um die Mischverhältnisse bei. Außerdem spielen die Verwendungszwecke aber eine nicht unbedeutende Rolle. Ob ein Gegenstand nämlich ein Gebrauchsgegenstand ist oder eher ein Kunstobjekt, bestimmt das Mischungsverhältnis. Im Übrigen hängt das durchaus auch von der Tatsache ab, dass die Grundstoffe in ihrem regionalen Vorkommen ihrerseits nicht einheitlich sind.
Besonders feines, transparent erscheinendes Porzellan mit hohem Glanz und besonderer Festigkeit, findet sich bei englischem Geschirr der Mark Bone China oder Fine Bone China. Wie der Name schon sagt, wird diesem Geschirr in der Herstellung Knochenasche zugefügt. Darüber hinaus kennt man auch unechte Porzellane und Halbporzellane. Dazu gehören Frittenprozellan (aus Frankreich stammend, im Englischen ‚fritware‘ genannt) und Fayence. Zurückzuführen ist die Bezeichnung fritware auf eine alten Streit zwischen England und Frankreich über die Wieg der europäischen Porzellanmanufakturen. Die bekannteste französische Manufaktur ist die Manufacture royale de porcelaine de Sévres. Fayencen sind wiederum französische Artikel, die sich einer alten, ursprünglich italienischen Bezeichnung bedienen und sich durch eine spezielle Glasur aus Zinnoxid auszeichnen.
Alle Produkte gehören dem Oberbegriff Sinterware an. Andere Keramik mit weniger hoher Brenntemperatur unterscheidet sich gerade im Sinterverhalten. Echtes Porzellan enthält eine unterkühlte Schmelze, während normale Keramik ein rein kristallines Sintergefüge kennt (Steingut, Steinzeug). Während das echte Geschirr säurebeständig ist und nur von Flusssäure überhaupt angegriffen werden kann, verhält sich das bei Keramik anders. Als Isolierung in der Elektrizität lässt es sich ebenso anwenden wie es gerade als Geschirr ein schlechter Wärmeleiter ist. Zweimal gebrannt und glasiert, kommt es in die Haushaltungen oder Restaurants.
In Deutschland werden Essensgegenstände u.a. von Villeroy&Boch produziert. Auch Städte wie Meißen sind berühmt. Teuerstes Geschirr wurde von der KPR Manufaktur hergestellt (Königlich Preußische Manufaktur). In gängigen Verfahren werden Gold, Platin aber auch von Hand gemalte Formen aufgebracht. In diesem Kontext entwickelt sich der Berufstand de Porzellanmalers oder Manufakturporzellanmalers mit hohem Ansehen. Besondere Einzelstücke wurden von Prozellanplattenmalern handbemalt.
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